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Mobilität ohne Brüche: Wie Flinkster lückenlose Anschlussmobilität an Bahnhöfen sichert

Flinkster bietet Carsharing an Bahnhöfen
INVERS Success Story: Challenge

Herausforderung

Flinkster steht vor der komplexen Aufgabe, ein dezentrales Carsharing-Netzwerk an über 80 Bahnhöfen deutschlandweit ohne administratives Personal vor Ort zu steuern. Als Bindeglied zwischen Fernverkehr und dem Reiseziel muss die Technologie für die „letzte Meile” eine absolut verlässliche Fahrzeugöffnung garantieren, insbesondere in Tiefgaragen ohne Netzabdeckung.

INVERS Success Story: Solution

Lösung

Aufbauend auf der seit 2001 bestehenden Partnerschaft nutzt Flinkster heute die CloudBoxx von INVERS. Dank Bluetooth-Funktionalitäten ermöglicht die marktführende Telematik einen reibungslosen und schlüssellosen Fahrzeugzugang. Das sichert bequeme Anschlussmobilität für Bahnreisende und reduziert den operativen Aufwand für Flinkster.

Informationen zum Anbieter

Flinkster ist das Carsharing-Angebot der DB-Tochter Deutsche Bahn Connect GmbH und gilt als einer der Wegbereiter für geteilte Mobilität in Deutschland. Der Service wurde 2001 unter dem Namen „DB Carsharing“ ins Leben gerufen. Von Beginn an verfolgte der Bahn-Konzern eine klare strategische Vision: Das Reisen auf der Schiene sollte durch ein integriertes Anschlussangebot am Zielort als vollständige Reisekette von Tür zu Tür attraktiver werden. In einer Zeit, in der Carsharing fast ausschließlich aus lokalen Initiativen bestand, schuf die Bahn dadurch den ersten deutschlandweiten Dienst.

Heute besetzt Flinkster eine spezialisierte Marktnische mit klarem Fokus auf Bahnhöfe. Das Netzwerk umfasst knapp 300 eigene Autos und bietet über die Flinkster-App Zugriff auf rund 500 weitere Fahrzeuge von Partnerunternehmen. Mit den Hauptbahnhöfen Leipzig, Dresden und Erfurt hat Flinkster 2025 drei weitere Standorte angeschlossen und sein Geschäftsgebiet dadurch auf über 80 Bahnhöfe in Deutschland erweitert.

Das Geschäftsmodell richtet sich zu gleichen Teilen an Privatkunden (B2C) und an Geschäftskunden (B2B). Zu letzteren zählt auch der DB-Konzern selbst, dessen Mitarbeitende Flinkster-Fahrzeuge u.a. für Fahrten zu Baustellen in der Peripherie nutzen.

Problem

Die größte Herausforderung für Flinkster ergibt sich aus dem dezentralen Ansatz an über 80 Standorten. Fahrzeuge über das gesamte Bundesgebiet verteilt zu koordinieren, erfordert eine technische Infrastruktur, die nicht auf Mitarbeiter vor Ort angewiesen ist. Ein klassischer Mietwagenschalter würde sich für das Versprechen einer schnellen, unkomplizierten Weiterreise direkt nach der Ankunft des Zuges nicht eignen.

In der Anfangszeit löste DB Carsharing dieses Problem mit physischen Schlüsselkästen und führte dann nach und nach einen Smartphone-basierten Zugang ein. Die zunehmende Digitalisierung der Mietprozesse brachte allerdings neue technische Herausforderungen mit sich.

Besonders an großen Knotenpunkten wie Stuttgart oder Karlsruhe stehen die Fahrzeuge in Parkhäusern und Tiefgaragen. Hier stoßen herkömmliche mobilfunkbasierte Systeme an ihre Grenzen. Steht ein Kunde nach langer Bahnfahrt vor seinem reservierten Auto und lässt sich dieses aufgrund eines Funklochs nicht öffnen, kann die versprochene Anschlussmobilität nicht gewährleistet werden.

Lösung

Die Zusammenarbeit zwischen Flinkster und INVERS ist eine Geschichte der gemeinsamen technischen Entwicklung. Bereits zum Start am Potsdamer Platz im Dezember 2001 setzte Flinkster auf die iBoxx von INVERS.

Diese erste Generation der Telematik legte den Grundstein für das automatisierte Carsharing an Bahnhöfen und ermöglichte es Flinkster, im Laufe der Jahre auf über 80 Standorte zu wachsen.

Mit der CloudBoxx hat INVERS diese solide Basis konsequent weiterentwickelt. Ein entscheidender Vorteil gegenüber der bewährten iBoxx ist dabei die integrierte Bluetooth-Funktionalität, von der Flinkster-Kunden heute profitieren.

Durch die Bluetooth-Funktionalität der CloudBoxx hat sich der Mietprozess deutlich verbessert. Fahrzeuge lassen sich nun auch in Tiefgaragen ohne Mobilfunkempfang zuverlässig öffnen.
Cornelius Kiermasch, Head of Shared Mobility, Flinkster

Neben zuverlässiger Konnektivität bietet die CloudBoxx auch umfassende Datenauswertungen in Echtzeit. Relevante Parameter wie Ladestand, Batteriespannung und der Status der Wegfahrsperre fließen direkt in das Fleet Management System.

So kann Flinkster seine Fahrzeuge an den dezentralen Standorten betriebsbereit halten, ohne dass Personal die Autos manuell prüfen muss.

Flinkster betreibt erfolgreiches Carsharing seit 2001

Implementierung

Der Rollout der CloudBoxx-Technologie markierte für Flinkster den Schritt hin zu einem rein digitalen Ökosystem. Dieser Übergang verlief insbesondere durch erweiterte Einrichtungsoptionen in FleetControl und SmartControl reibungslos. Im Oktober 2024 hat der Carsharing-Anbieter der Deutschen Bahn dann auch den Einsatz von RFID-Karten zugunsten einer reinen App-Steuerung eingestellt.

Beim Fahrzeugangebot setzt Flinkster aktuell auf eine Einmarkenstrategie, bei der ausschließlich VW T-Roc und VW Golf Variant eingeflottet werden. Das standardisiert und vereinfacht die technischen Prozesse sowie die Installation und ermöglicht eine zentrale Steuerung der dezentralen Struktur.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der langfristigen Optimierungsstrategie sind eindeutig:

  • Über 80% weniger Technikeinsätze:
    Seit der Umstellung auf die CloudBoxx mit Bluetooth-Funktionalitäten müssen Flinkster Techniker weniger als einmal monatlich ausrücken, um ein Auto manuell vor Ort zu entsperren. Zuvor gab es monatlich bis zu acht solcher Einsätze.
  • Zentralisierte Steuerung:
    Flinkster verwaltet das Carsharing-Angebot an 80 Bahnhöfe von einer zentralen Stelle aus. Funktionen wie der Remote-Reset der Telematik oder das digitale Anlernen von Schlüsseln aus der Ferne sparen Zeit und Ressourcen.
  • Verbesserte Anschlussmobilität für Kunden:
    Der nahtlose Übergang vom Zug zum Carsharing-Auto ist ein großer Vorteil für Bahnreisende. Perspektivisch ist eine weitergehende digitale Integration denkbar, etwa durch eine direkte Buchungsmöglichkeit aus dem DB‑Navigator heraus, um die Reisekette noch komfortabler zu gestalten.

Die Partnerschaft zwischen Flinkster und INVERS zeigt, wie aus zwei Branchenpionieren eine treibende Kraft für die Mobilitätswende wird. Die technologische Entwicklung von der ersten iBoxx bis zur CloudBoxx spiegelt den Anspruch wider, Carsharing immer wieder neu zu definieren und zu optimieren.

Qualitativ funktioniert die Technologie von INVERS einfach. Wenn es mal ein Thema gibt, kommt die Antwort vom Support schnell und kompetent. Das ist heute bei vielen anderen Services nicht mehr selbstverständlich.
Cornelius Kiermasch, Head of Shared Mobility, Flinkster


Wir blicken mit Stolz auf die vergangenen Jahre in der Zusammenarbeit mit Flinkster und freuen uns, den Carsharing-Pionier seit 2001 mit unserer Technologie zu unterstützen.

Du suchst nach einer langfristigen Technologiepartnerschaft für deinen Carsharing-Service? Dann entdecke weitere Erfolgsgeschichten oder kontaktiere uns jetzt.

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