5 Mythen über Telematikwechsel und was wirklich passiert
Viele Carsharing-Betreiber schieben den Wechsel des Telematik-Anbieters auf, weil eine Migration wie ein risikoreiches Großprojekt wirkt. Die meisten Befürchtungen rund um Ausfallzeiten, Kosten und technische Komplexität treffen so aber nicht ein. Dieser Artikel räumt mit fünf verbreiteten Mythen über den Telematikwechsel auf und zeigt, wie eine gut vorbereitete Umrüstung wirklich aussieht.
Telematikwechsel werden aufgeschoben
In der Regel weißt du als Betreiber, wann deine Telematik ein Update vertragen könnte. Vielleicht hast du sogar schon einen Piloten durchgeführt. Die Ergebnisse waren überzeugend, die neue Plattform ist klar besser. Und trotzdem verzögert sich der Wechsel immer wieder.
Das ist bei Carsharing-Betreibern jeder Größe so. Und in vielen Fällen basieren die Bedenken auf einem Bild vom Telematikwechsel, das mit gut geführten Projekten wenig zu tun hat. Hier sind fünf Mythen, die wir gerne klarstellen wollen.
Mythos 1: Die gesamte Fahrzeugflotte fällt aus
- Realität: Nur die Fahrzeuge, die gerade umgerüstet werden, gehen offline. Der Rest der Flotte bleibt buchbar.
Viele Betreiber stellen sich den Wechsel als ein Wochenende vor, an dem alle Fahrzeuge auf einmal auf die neue Telematik umgerüstet werden. Sie befürchten daher, dass die gesamte Flotte ausfällt, Buchungen ausbleiben und sich Support-Anfragen häufen. Aber so sieht ein gut vorbereiteter Wechsel nicht aus.
Die Fahrzeuge wechseln in Wellen auf die neue Plattform. Alte und neue Plattform laufen parallel, bis jedes Fahrzeug auf dem neuen System einwandfrei läuft. Wenn Probleme auftreten, kann dein Team eingreifen, bevor die nächste Welle startet.
Mythos 2: Die Arbeiten an der API dauern Monate
- Realität: Mit der richtigen Dokumentation und Unterstützung schließen die meisten Betreiber die API-Arbeiten in wenigen Wochen ab.
Viele glauben, dass die API-Integration monatelange Entwicklerressourcen beansprucht. In der Praxis hängt der Zeitplan von drei Faktoren ab:
- Zugang zur vollständigen API-Dokumentation vor Vertragsabschluss
- Die Möglichkeit, die Entwicklung früh zu starten
- Direkte Unterstützung beim Aufbau durch den Technologie-Anbieter
Die Software darf dabei nicht vergessen werden. Die Plattform muss beide APIs gleichzeitig unterstützen, bevor auch nur ein Fahrzeug wechselt. Wer die Software-Seite parallel zur Planung anschiebt, hält den Gesamtzeitplan unter Kontrolle.
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Mythos 3: Die Umrüstung ist ein einmaliges Ereignis
- Realität: Migration ist ein in Phasen unterteilter Prozess, kein einzelner Umschaltmoment.
Ein Systemwechsel geht nicht einfach so von heute auf morgen. Der gesamte Wechsel wird in überschaubare Schritte aufgeteilt. Erfolgreiche Umrüstungen folgen einer klaren Struktur:
- Planung: Flottenaudit, API-Mapping, Wellendefinition, Definition von Erfolgsmetriken
- Durchführung: Fahrzeuge wechseln in Paketen mit klaren Kriterien zwischen den Wellen
- Übergabe: Alte Plattform wird abgeschaltet, Datenfluss von jedem Fahrzeug geprüft
Während der Durchführung laufen beide Plattformen gleichzeitig. Deine Systeme müssen die richtigen Befehle an die richtige Telematikeinheit für jedes Fahrzeug weiterleiten. Wer diese Datenschicht sorgfältig im Griff behält, verhindert die Fehler, die einen Wechsel mitten im Projekt zum Stillstand bringen.
Mythos 4: Ein Wechsel ist zu teuer, um ihn zu rechtfertigen
- Realität: Nicht zu wechseln kostet auch, das taucht nur in keinen Wechselkalkulationen auf.
Die Kosten eines Wechsels sind sichtbar. Die laufenden Kosten eines Systems, das nicht gut funktioniert, sind es nur selten. Aber diese Kosten fallen Woche für Woche an, solange nichts besser wird:
- Ausbleibende Buchungen, wenn Fahrzeuge wegen unzuverlässiger Hardware nicht erreichbar sind
- Schlechte Bewertungen, wenn Kunden ein Fahrzeug nicht starten können
- Arbeitszeit, die für wiederkehrende Support-Tickets beansprucht wird
Die Zahlen nach dem Wechsel zeigen ein anderes Bild. Hier sind zwei Beispiele von Betreibern und ihren Erfahrungen, nachdem sie zur INVERS CloudBoxx gewechselt sind:
- Flexicar: ca. 75 % weniger Batteriewechsel pro Woche, weil die neue Telematik weniger Strom zieht
- Flinkster: Über 87 % weniger Einsätze im Monat, um Fahrzeuge manuell vor Ort zu entsperren
Diese Einsparungen tauchen in keinen Kalkulationen auf. Aber sie werden schnell sichtbar, sobald das neue System läuft.
Mythos 5: Du brauchst ein großes Team
- Realität: Die richtigen Tools sind wichtiger als die Teamgröße.
teilAuto hat die Umrüstung seiner 2.200 Fahrzeuge in mehreren deutschen Städten in drei Monaten mit einem schlanken Operations-Team abgeschlossen. Wie das möglich war?
- Jeder Einbau war vorkonfiguriert, bevor die Techniker vor Ort eintrafen
- Techniker haben eine App genutzt, um Aufträge anzunehmen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu folgen und einen digitalen Funktionstest pro Fahrzeug abzuschließen
- Das Operations-Team konnte den Live-Fortschritt der gesamten Umrüstung in Echtzeit im System verfolgen
So hat es der deutsche Carsharing-Anbieter geschafft, beeindruckende 160 Fahrzeuge pro Woche umzurüsten, ohne das eigene Team groß aufzustocken.
Mit dem richtigen Partner einfacher wechseln
Ein Telematikwechsel ist selten so schwierig, wie er von außen aussieht. Betreiber, die ihn gut bewältigen, starten mit klaren Erwartungen, einem portionierten Projektplan und einem Anbieter, der diese Arbeit kennt.
INVERS hat Betreiber seit über 30 Jahren in mehr als 60 Ländern erfolgreich beim Wechseln begleitet. Wenn du einen Wechsel planst und wissen möchtest, wie deine Umrüstung aussehen würde, sprechen wir es gerne mit dir durch.