Von 500 auf 1.000 Autos: Wie die Grüne Flotte ihr Carsharing mit einer neuen Telematik-Generation skaliert
Informationen zum Anbieter
Die Grüne Flotte betreibt seit 2012 stationsbasiertes Carsharing in den Regionen Freiburg und Bonn-Rhein-Sieg. Den mehr als 47.000 registrierten Nutzern stehen heute rund 600 Autos zur Verfügung, dazu kommen Camper-Vermietung und Auto-Abos.
Gewachsen ist das Unternehmen aus einem Autohaus in Waldkirch und diese Kundennähe steckt bis heute tief in der DNA. Das Team übernimmt den Kundenservice komplett selbst und setzt auf persönliche Kommunikation. Ziel ist es, Kunden die bestmögliche Carsharing-Erfahrung im Alltag zu bieten. Das erfordert ein verlässliches System im Hintergrund, ein dichtes Stationsnetz sowie saubere und moderne Fahrzeuge. Kein Auto ist älter als drei Jahre und jedes trägt einen eigenen Namen, sodass viele Kunden von „ihrem“ Emil oder “ihrer” Louise sprechen, wenn sie ein Auto der Grünen Flotte buchen.
Bei der Telematik setzt die Grüne Flotte seit dem Start auf INVERS. Mit der Umstellung von der iBoxx auf die CloudBoxx hat der Anbieter sein Technologie-Setup modernisiert und will damit bis 2030 auf 1.000 Carsharing-Autos wachsen.
Problem
2021 begann für die Grüne Flotte eine Phase des Umbruchs. Innerhalb kürzester Zeit erreichten sowohl die Software als auch die verbaute Telematik das Ende ihres Produktlebenszyklus. Für den Anbieter mit damals rund 200 Autos stand plötzlich das technische Fundament des gesamten Carsharing-Angebots infrage.
Die Softwarefrage löste das Team 2022 mit dem Wechsel zu einer neuen Buchungsplattform. Die Hardwarefrage blieb zunächst offen und wurde mit jedem Jahr drängender. Denn die Flotte wuchs währenddessen weiter auf über 500 Fahrzeuge und stellte damit auch wachsende Anforderungen an die Telematik: Ein größeres Netz braucht nicht nur zuverlässige Konnektivität, sondern auch umfassende Einblicke in Daten zum Fahrzeugzustand. Die auslaufende iBoxx konnte das nicht mehr vollumfänglich leisten.
Lösung
Die Grüne Flotte prüfte mehrere Telematik-Anbieter für ihr neues Technologie-Setup. Am Ende blieb sie ihrer Entscheidung von 2012 treu und setzte weiter auf INVERS. Ausschlaggebend waren neben den intelligenten Dateneinblicken der CloudBoxx vor allem die erweiterten Funktionen der neuen Telematik-Generation:
Öffnen, Schließen und eine Buchung draufschicken kann jede Telematik. Aber Funktionen wie Damage Detection oder Driving Analysis machen es möglich, eine größere Flotte im Griff zu halten.
Jonas Schmid, Geschäftsfeldentwicklung & Strategie, Grüne Flotte
Am Beispiel von Driving Analysis zeigt sich sehr gut, wie das aussehen kann: Bei 47.000 registrierten Nutzern bleibt es nicht aus, dass einige wenige Nutzer mit den Autos rasen oder ein anderes Fehlverhalten an den Tag legen. Driving Analysis erkennt auffälliges Fahrverhalten und markiert entsprechende Events im System. Das ermöglicht der Grünen Flotte, unverantwortliche Nutzer zu identifizieren, um sie zu verwarnen oder vom Service auszuschließen.
Doch auch in anderen Bereichen bietet die CloudBoxx deutlich mehr Möglichkeiten als ihr Vorgängermodell. Über das digitale Abbild jedes Fahrzeugs hat das Team den aktuellen Fahrzeugzustand immer im Blick. Kilometerstand, Tankstand, Fenster- und Türstatus sowie Ladezustand bei Elektrofahrzeugen sind direkt im System einsehbar, ohne manuelle Prüfung am Fahrzeug. Damit kann die Grüne Flotte auch in Zukunft eine Flotte von mehreren Hundert Fahrzeugen betreuen, ohne ein größeres Team aufbauen zu müssen.
Implementierung
Nach den Sommerferien 2025 startete die Umrüstung der mehr als 500 Fahrzeuge. Für die Installation der CloudBoxx konnte das Team auf die vorhandenen Kabel der iBoxx zurückgreifen, sodass die Umrüstung pro Fahrzeug nur wenige Minuten dauerte und der flottenweite Austausch im Frühjahr 2026 abgeschlossen wurde. Parallel dazu liefen die Pilotprojekte für Damage Detection und Driving Analysis, die anschließend flottenweit aktiviert wurden.
Ein Technologiewechsel dieser Größenordnung ist immer auch ein operativer Kraftakt. Gerade langjährige Nutzer mussten sich an den neuen Fahrzeugzugang per Smartphone gewöhnen. Die Grüne Flotte hat das mit persönlicher Kommunikation begleitet und für Vereine und Firmenkunden eine eigene Kartenlösung aufgebaut.
Ergebnisse
Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Einsatz ausgezahlt hat:
- Schnelle Umrüstung:
Die gesamte Flotte wurde in nur sechs Monaten und im laufenden Betrieb auf die CloudBoxx umgestellt - Digitaler Fahrzeugzugang:
Nutzer können die Autos nun per Smartphone öffnen. Für Vereine und Firmenkunden setzt die Grüne Flotte weiterhin auf eine kartenbasierte Lösung - Hohe Auslastung:
Trotz Technologiewechsel und Umstellung für die Nutzer blieb die Flottenauslastung auf ihrem hohen Niveau
Die Technologie von INVERS ermöglicht uns, unsere Flotte bis 2030 nahezu zu verdoppeln.
Jonas Schmid, Geschäftsfeldentwicklung & Strategie, Grüne Flotte
Mit der neuen Telematik-Generation hat die Grüne Flotte das Fundament für weiteres Wachstum geschaffen. Im Sommer 2026 stieß das 600. Fahrzeug zur Flotte. Damit erreichte die Grüne Flotte einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum Flottenziel von 1.000 Autos.
Wir freuen uns, die Grüne Flotte seit 2012 mit unserer Technologie zu unterstützen und von nun an mit der CloudBoxx auf dem Weg zu 1.000 Fahrzeugen zu begleiten.
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